Der Schreiadler ist vom Aussterben bedroht. Als einziger Adler Deutschlands zeigt er bisher keine Tendenz zur Bestandserholung. Hauptverbreitungsschwerpunkt ist die Vorpommersche Waldlandschaft. IN den letzten Jahren wurden in Nordvorpommern etwas über 20 Brutpaare gezählt. Der Schreiadler ist der kleinste Adler Deutschlands.
kreisender Schreiadler
In der gesamten Bundesrepublik gibt es nur noch etwa 110 Brutpaare und die Zahl sinkt weiter. Ursachen dafür sind Entwässerungen und Nutzungsintensivierungen der land- und forstwirtschaftlichen Flächen und der damit verbundene Verlust der Feuchtlebensräume. Bleibt zudem noch die Nutzung der Waldwiesen aus, führt dies zu unübersichtlichen Jagdgebieten und geringerer Erreichbarkeit der Beute. Auch die Scheu des Vogels, der mitunter schon bei geringen Störungen seinen Horst aufgibt, und die niedrige Fortpflanzungsrate erschweren seinen Schutz. Die Schreiadler brauchen unsere Sicherung ihrer Lebensräume als störungsfreie Horstschutzzonen von mindestens 100 bis 300 Metern. Sehr wichtig sind dabei die ehrenamtlichen Horstbetreuer, die einen bedeutenden Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung des Adlerbestandes leisten.
Der NABU Nordvorpommern hatte in den vergangenen Jahren 2003 bis 2006 für den Schreiadlerschutz eine Projektstelle geschaffen. So konnte er bisher 115 Hektar Naturschutzflächen übernehmen sowie Waldwiesen und Grünlandflächen in Waldrandlage, die in den letzten Jahren ungenutzt und damit für die Adler nicht attraktiv waren, mähen lassen. Eine wichtige Aufgabe ist die Einwerbung von Geldmitteln, um weitere Flächen kaufen zu können.
Das Projekt "Schutz des Schreiadlers" wurde gefördert durch: